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Albrecht Dürer - eine Loge, deren Name ihre Brüder ständig neu verpflichtet

Als im Jahre 1899 die Grossloge "Zur Sonne" in Bayreuth für ein sogenanntes freimaurerisches Kränzchen in Nürnberg unter dem Namen "ALBRECHT DÜRER" freimaurerischen Gebräuchen entsprechend eine Konstitutionsurkunde ausstellte, ahnte wohl kaum einer der Beteiligten, daß aus der in der Burgstraße 13 beheimateten Vereinigung ein halbes Jahr später, am 9. April 1900 die St. Johannisfreimaurerloge "ALBRECHT DÜRER" hervorging. 

Die Gründer dieser Bauhütte - darunter viele wohlbekannte Nürnberger Bürger - wählten "ALBRECHT DÜRER" zum Logennamen, weil dieser als einer der größten Söhne der altehrwürdigen Noris wie kaum ein anderer als Maler, Architekt und Bildhauer Zirkel und Hammer zu meistern verstand. Er, der Menschheitssehnen überzeugend und ergreifend zugleich dargestellt hat, vom Gedanken des Todes und des Grabes zur Höhe des Unendlichen getrieben, er sollte Schutzpatron dieser Bauhütte sein.

Bereits 1903 erfolgte die Lichteinbringung im eigenen Logenhaus in der Bindergasse 16. Als im Zeichen brüderlicher Zusammenarbeit die untereinander gut harmonierenden Nürnberger Logen im 1. Weltkrieg beschlossen, das Logenhaus der Altlogen "Joseph zur Einigkeit" und "Zu den 3 Pfeilen" in der Hallerwiese als Lazarett zur Verfügung zu stellen, wurde das gesamte Logenleben der damals bestehenden vier Nürnberger Bauhütten "Joseph zur Einigkeit", "Zu den 3 Pfeilen'', "Luginsland'' und "ALBRECHT DÜRER" in den Räumen der Bindergasse vereint. 

Später, nach dem Kriege, 1920 übersiedelten die genannten Logen einschließlich ihres bisherigen Gastgebers "ALBRECHT DÜRER'' geschlossen in die neu renovierte Hallerwiese 16 zurück, wo sich alsbald ein blühendes Logenleben entwickelte, welches 1933 durch die Verfügung des damaligen NS-Regimes abrupt abbrach, weil das NS-Regime erzwang, die Logen zu schließen. Für die Brüder der Loge - wie überhaupt für alle Freimaurer - entsprachen die folgenden Jahre dem Leidensweg der Widerständler. 

Dank der Lizenz der amerikanischen Militärregierung war es aber schon im Jahre 1947 den in Treue verbliebenen Brüdern möglich, den Neuaufbau der Loge "ALBRECHT DÜRER" zu beginnen und darüber hinaus weitere freimaurerische Vereinigungen bzw. Kränzchen in Sulzbach-Rosenberg, Schwabach und Weißenburg zu gründen. 

Ab 1954 diente als Logenhaus wieder die Hallerwiese 16, wo unter der Hammerführung begabter Stuhlmeister sich rasch wieder ein reiches Logenleben mit gesellschaftlichen und musikalischen Veranstaltungen sowie mit Vorträgen - auch namhafter Wissenschaftler - und karitative Massnahmen anlässlich besonderer Festtage entwickelte. Der Mitgliederstand betrug in all den Jahren durchschnittlich 100 Brüder. Die Aktivität dieser Loge im fränkischen Raum verhalf 1962 der ehemaligen bekannten Loge "Carl zur Treue" in Pappenheim wieder zu neuem Leben. 

Aber auch im gesellschaftlichen Leben der Nürnberger Logen nimmt diese Bauhütte aufgrund ihrer bekannten Veranstaltungen einen geschätzten Platz ein. So wurde z.B. Anfang der 90er Jahre in Anlehnung an die Städtepartnerschaft Nürnbergs in Glasgow mit der Freimaurerloge "POLLOK" eine enge und fruchtbare Partnerschaft begründet. Im Wechsel besuchen sich Brüder, Schwestern und Gäste beider Logen im Zweijahresturnus und fördern damit aktiv und grenzüberschreitend die Idee der Weltbruderkette. 

Die Johannisfreimaurerloge "ALBRECHT DÜRER" ist heute eine überaus aktive Loge mit 46 Mitgliedern, die sich jeden Donnerstag zu gemeinsamer Arbeit treffen.